Google Maps: Das beste Kartenwerk der Welt für Android, iOS und im Web

Frank Ritter

Der kostenlose Karten- und Navigationsdienst Google Maps begleitet uns nun schon seit 2005 und ist für viele eine häufig gebrauchte, wenn nicht sogar unverzichtbare Anwendung geworden, wenn es um die Orientierung auf unbekanntem Terrain geht. Seit Android-Urzeiten gehört die kostenlose Karten-App zur Grundausstattung fast jeden Smartphones mit Googles mobilem OS. Wir stellen Google Maps vor.

Google Maps existiert sowohl als Browser-basierte Webanwendung als auch als kostenlose App für Android und iOS. Der Dienst bietet weltweites Kartenmaterial in unterschiedlicher Qualität. Sucht man in Google Maps, werden Orts- und Straßennamen, die Bezeichnungen von POIs (Points of Interest, also touristisch relevante Orte wie das Brandenburger Tor in Berlin), oder auch der Namen hinterlegter Restaurants und anderer Geschäfte, gefunden. Alternativ kann Google Maps die eigene Position ermitteln und eine Karte der Umgebung einblenden.

Im Folgenden beziehen wir uns auf die Google Maps-App für Android, die Funktionsweise der App für iOS und den Webbrowser ist jedoch in den meisten Fällen sehr ähnlich.

Die Google Maps-App für Android

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Google Maps für Android in der Standardansicht

Der Nutzer kann in der Karte mithilfe von Fingerbewegungen scrollen und zoomen. Beim Hereinzoomen werden natürlich — soweit vorhanden — mehr Details angezeigt als in der Übersicht.

Steuerung von Google Maps unter Android

Mit folgenden Gesten kann man Google Maps im Einzelnen steuern:

  • Panning: Mit Ein-Finger-Wischbewegungen scrollt man auf der Karte umher
  • Pinch-to-Zoom: Zieht man zwei Finger auf dem Bildschirm auseinander, zoomt man in einen Kartenabschnitt hinein; zieht man sie zusammen, zoomt man heraus.
  • Langer Tap: Drückt man an einer Stelle länger auf die Karte, erhält man kontextabhängig Optionen und Informationen zum entsprechenden Ort
  • Zweifinger-Geste nach unten/oben: Per Wischbewegung mit zwei Fingern kippt man den Betrachtungswinkel. Zwei Finger parallel nach oben ziehen und der Winkel wird spitzer, nach unten nähert man sich der standardmäßigen Draufsicht an
  • Zweifinger-Rotieren: Bewegen sich zwei Finger, zum Beispiel Daumen und Zeigefinger in entgegengesetzte Richtungen, rotiert die Ansicht entsprechend. Über einen Tap auf die Windrose (Kompass-Icon) richtet man die Ansicht wieder nach der Himmelsrichtung Norden aus.
  • Doubletap-to-Zoom: Vor allem für Geräte mit großen Bildschirmen praktische Geste. Tappt man doppelt auf die Karte hält beim zweiten Tap gedrückt und bewegt den Finger dann nach oben oder unten, kann man so ebenfalls zoomen.

Die erforderlichen Daten bezieht die Google Maps-App standardmäßig über das (mobile) Internet, was bei eingeblendeter Satellitenansicht zu vergleichsweise hohem Datenaufkommen führen kann. Die reinen Kartendaten sind allerdings Vektor-basiert und werden so sehr schnell heruntergeladen. Inzwischen können die Google Maps-Apps aber auch in begrenztem Umfang Kartenmaterial vorab herunterladen, das auch dann zur Verfügung steht, wenn keine Datenverbindung aktiv ist. Google weist allerdings darauf hin, dass offline nicht alle Daten zur Verfügung stehen, die online dargestellt werden können.

In der App kann man mit Fingerwischbewegungen frei umherscrollen. Über das eingeblendete Suchfeld kann man Suchanfragen starten oder sich direkt empfehlenswerte Orte zum Essen, Trinken, Shoppen, Ausgehen oder andere anzeigen lassen.

Wählt man in der Kartenansicht eine bestimmte Lokalität aus oder drückt man auf der Karte länger auf einen bestimmten Punkt, erhält man nähere Informationen durch ein Wischen der eingeblendeten Karte nach oben. Bei Suchergebnissen kann man hier auch durch horizontales Wischen zwischen einzelnen Lokalitäten hin- und herblättern.

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Per Wischbewegung der eingeblendeten Karte nach oben kann man in Google Maps für Android nähere Informationen zu einem Ort anzeigen lassen

In einigen Städten wie Berlin gibt es 3D-Gebäude zu sehen, wenn man per Pinch-to-Zoom nahe genug hereinzoomt. Des Weiteren kann Google Maps an bestimmten Orten wie großen Einkaufszentren oder Flughäfen auch die so genannten Indoor-Maps anzeigen.Hier sind dann nicht nur Ladengeschäfte verzeichnet, auch einzelne Abteilungen innerhalb dieser Ladengeschäfte sind zu sehen. Über eine zusätzlich einblendbare Schaltfläche kann der Nutzer auch zwischen den einzelnen Etagen der jeweiligen Lokalität wechseln .

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Google Indoor Maps: Leichte Navigation in Malls, Kaufhäusern und Flughäfen

Google Maps hat auch eine Funktion zur Bewertung von Geschäften und anderen Lokalitäten integriert. Die eigenen Reviews erreicht man über einen Tap auf die „Person“-Schaltfläche in der Suchleiste.

Google Maps-Layer im Überblick

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Google Maps in der Satelliten-Ansicht mit eingeblendeter Verkehrslage

Über eine Schaltfläche am linken unteren Rand kann die normale, standardmäßig eingestellte Kartenansicht um so genannte Layer erweitert werden, es handelt sich dabei um zusätzliche Informationsebenen. Die Layer lassen sich teilweise kombinieren.

  • Verkehrslage: Straßen, für die Informationen zur Verfügung stehen, werden auf der Karte je nach aktuellem Verkehrsaufkommen grün (frei), gelb zäh fließender Verkehr oder rot (verstopft) markiert.
  • Satellit: Ja nach Gegend mehr oder weniger hoch auflösendes Satelliten-Fotomaterial.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Anzeige der Streckenführung von Bus & Bahn,
  • Fahrrad: Zeigt gut befahrbare Wege für die Fortbewegung mit dem Drahtesel an.

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Google Maps für Android früher, im Jahr 2012. Von links: Locale, Satellit und Indoor Maps

Früher vorhandene Layer wie Local sind nun bereits zentral in der App integriert. Der Gelände-Layer ist komplett weggefallen, während die einst vorhandene Latitude-Funktion zur Anzeige des Standpunkts von Freunden, Bekannten und Verwandten auf der Karte nun in die Google+-App gewandert ist.

Google Maps Navigation: Der Routenplaner

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Der Routenplaner von Google Maps kann ein reguläres Navigationsgerät nahezu komplett ersetzen

Tapt man auf dem Startbildschirm die Schaltfläche „Route“ an, die durch einen Doppelpfeil nach Art einer Weggabelung symbolisiert wird, kann man sich vom aktuellen oder einem beliebigen anderen Standort aus den Weg zu einem Ziel auf der Karte anzeigen lassen. Dabei kann die App wahlweise jeweils die sinnvollste Strecke für Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel berechnen. Autofahrer können zusätzlich angeben, dass sie beipielsweise Mautstrecken oder Fähren vermeiden wollen. Hat Google Maps eine oder mehrere Routen berechnet und sich der Nutzer für eine davon entschieden, wird der Weg nach Wahl entweder in einer Schritt für Schritt-Liste angezeigt oder auf einer Quasi-3D-Karte im Navi-Stil angezeigt. Wie bei Navigationssystemen wird man über die Wegführung per Sprachausgabe informiert. Da Google aktuelle Verkehrsinformationen von seinen Nutzern und durch die Waze-Community erhält, werden Hindernisse, Unfälle und Stausituationen ebenfalls auf der Karte angezeigt. Mitunter schlägt die Google Maps-App gar während der Fahrt Alternativrouten vor.

Google Street View: Echte Fotos aus deiner Umgebung

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Google Street View: „Wollt Ihr mal unser Hotel sehen?“

Wer sich in der Welt umsehen möchte, ohne eine teure Reise auf sich zu nehmen, dem steht auch auf dem Smartphone natürlich das bekannte Google Street View zur Verfügung. Damit kann man echtes Fotomaterial von Straßen aus aller Herren Länder betrachten und sich darin sogar mehr oder weniger frei fortbewegen. In Deutschland ist das Bildmaterial mittlerweile schon älter, Google plant keine Aktualisierung, da bei der Einführung von Street View die deutsche Öffentlichkeit aufgrund von Datenschutzbedenken massiv protestierte und unter anderem erwirkte, dass zahlreiche Häuser anonymisiert werden.

Street View wird angezeigt, indem man länger auf die entsprechende Stelle der Karte tappt, die erscheinende Karte von unteren Bildschirmende hochwischt und dann auf die Street View-Vorschau tappt.

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